Tag 341-358 Nanning – Halong Bay – Hanoi

Von Nanning über die Halong-Bucht nach Hanoi im Vietnam.

Da wir zum Beantragen des Vietnam-Visum auf den Montag warten mussten und die Bearbeitung 2 Tage dauert, hatten wir Zeit uns die Stadt anzusehen und auszuruhen. So viele Sehenswürdigkeiten gibt es aber auch hier nicht. 😀 Am interessantesten war noch der Nachtmarkt. Dieses war aber sehr überteuert und touristisch.

Als wir unser Visa dann in den Händen hielten machten wir uns direkt auf den Weg Richtung Grenze. Wir freuten uns sehr, endlich ein neues Land erkunden zu können – waren ja immerhin fast 4 Monate in China. Nach drei Tagen erreichten wir die vietnamesische Grenze. Diese konnten wir auch ohne Probleme passieren.

Ein neues Land. Endlich! Unser erstes Ziel im Vietnam war Halong Bay. Eine Bucht mit tausenden kleinen Kalkstein-Inseln und Felsen. Diese Bucht ist nur zwei Tagesetappen von der Grenze entfernt. Da wir aber durch den Grenzübertritt neues Geld abheben etc. einiges an Zeit verloren hatten, war der zweite Tag mit mehr als 100km ein sehr langer Tag. Da wir die erste Nacht im Vietnam aber gezeltet hatten, sind wir sehr früh los gekommen und so erreichten wir Halong Bay bei Einbruch der Dunkelheit.

Da keiner von uns die vietnamesische Sprache beherrscht, mussten wir uns erstmal wieder daran gewöhnen, mit Händen und Füßen Essen zu bestellen. In den touristischen Städten, kommt man auch meist mit Englisch sehr weit. Aber mit dem Fahrrad machen wir auch öfter mal im ländlichen, nicht touristischem Gebiet Pause.

In Halong Bay hatten einige Restaurants eine zweiprachige Speisekarte, die ich direkt abfotografierte. Da die meisten Restaurants das gleiche anbieten, kommt man damit schon sehr weit. (Ich mag die gebratenen Nudeln und Reis sehr gerne.)

Von der Grenze bis nach Halong Bay nahm der Verkehr stetig zu. Am Ende hatte er sogar China in der Kategorie „Chaos“ überboten. Zumindes fühlte es sich so an, da die Straßen schmaler und oft nur einspurig waren. In China hatte man eigentlich immer einen kleinen bis großen Seitenstreifen für Fahrrad und Roller. Hier im Vietnam sind um eingies mehr Roller unterwegs. Ohne Seitenstreifen. Wie in China wird auch hier ohne Ende gehupt. Ich glaube in ganz Asien, bedeutet Hupen soviel wie: „Geh aus dem Weg, für dich Bremse ich nicht!!!“ Am Schlimmsten sind die Bus und Taxifahrer. Die haben es irgendwie immer eilig. Danach kommen LKW`s und dann der Rest.

Mit der Zeit echt richtig nervig. Seit wir Taiwan verlassen haben, werden wir immer Verkehrsmüder. Würden am liebsten ganz weit weg von all dem Trubel. Aber die Neugier ist zu groß. Naja werden sehen wie lange wir noch durchhalten. 😀

Halong Bay erkundet man am besten mit einer Bootstour. Wir entschlossen uns für eine Eintagestour. Für uns hat diese auch völlig ausgereicht. Die Bootstour führte zu verschiedenen besonderen Inseln, eine Höhle wurde besichtigt, eine Aussichtsplattform bestiegen und Kajak gefahren. Rundum eigentlich ein schöner Tag mit leckerem Essen auf dem Boot. Nur das Wetter war ein bisschen Neblig, so konnte man die Aussicht nicht voll genißen. Geregnet hatte es aber nur kurz. Leider genau dann, wenn wir die Aussichtsplattform erklommen hatten. 😀 Naja, der Nebel lässt Raum für die Vorstellungskraft. (Siehe Bilder)

Von Halong Bay fuhren wir dann noch zwei Tage mit dem Rad in die Hauptstadt Hanoi. Auf dem Weg war auch sehr wenig zu sehen und der Verkehr sehr stressig. Geregnet hatte es auch den kompletten zweiten Tag. Kann sehr demotivierend sein 😀

Angekommen in Hanoi hatten wir aber sehr schönes Wetter. Die Stadt selbst ist sehr sehr touristisch. In der Altstadt, rund um den Hoan Kiem See, sind fast mehr Klischetouristen zu sehen wie Einheimische. Füllige alte Leute mit Sonnenbrand, :D, junge Partybackpacker, Familien mit Kindern usw. Das wird aber in allen großen südostasiatischen Städten so sein. Wir sind es nur nicht gewohnt, da wir in China eigentlich keine westlichen Touristen getroffen haben.

Ich habe mir von meinen Eltern ein neues, selbsstehendes und größeres Zelt nach Hanoi schicken lassen. Da dieses noch nicht eingetroffen war, entschieden wir uns, eine Wanderung durch die Reisterassen von Sapa zu buchen. Also eine Nacht mit dem Bus in die Stadt Sapa, 2 Tage Wandern mit Übernachtung in einem Homestay und wieder eine Nacht mit dem Nachtbus zurück. Das Wetter war leider wieder etwas Neblig und in dieser Jahreszeit wird auch kein Reis angebaut. So stehen die Terassen leer. Es war aber trotzdem sehr schön. Rund um die Stadt Sapa gibt es 6 kleine lokale Gruppen die jeweils uterschiedliche Sprachen Sprechen und auch unterschiedliche traditionelle Kleidung tragen.

Unser Tourguide war eine Einheimische Frau, die zum Teil noch von 3 anderen einheimischen Frauen unterstützt wurde. Die meisten sprechen ein ausreichend gutes Englisch, da die Region um Sapa touristisch auch sehr beliebt ist. Unsere Wandergruppe bestand aus Ting, vier anderen Mädels und mir. Da es die Tage davor öfter geregnet hatte, waren die Wege sehr schlammig und rutschig. So hatten die 4 einheimischen Frauen alle Hände voll zu tuen, die Mädels zu unterstützen. 😀 Die Einheimischen sind sehr sicher unterwegs, obwohl sie nur mit Hausschuhen oder Gummistiefeln ausgestattet waren. Zudem trugen sie noch sehr schwere Körbe und sogar ein Baby auf dem Rücken (siehe Bilder). Trotz der Gegebenheiten war die Tour sehr Interasseant. Wer allerding die Gelegenheit hat, sollte die Wanderung im Sommer, kurz vor der Reisernte machen.

Jetzt sind wir wieder in Hanoi und warten leider immer noch auf das Zelt. Meine Eltern haben es am 10.3. losgeschickt. Am 20.3 war es schon im Vietnam. Seit 23.3 liegt es beim Zoll. Na toll. 😀 Der Postbeamte kann mir auch nicht helfen und sagt ich solle warten. Morgen werde ich nochmal nachfragen. Da wir nur ein 30 Tage Visa haben, müssen wir ein Stück mit dem Zug oder Bus in den Süden fahren. Evtl. fahren wir sogar direkt bis nach Ho Chi Minh. Wir werden sehen. 😀

Ich habe jetzt einen Newsletter. Dann müsst ihr nicht immer nachschauen ob es etwas neues gibt. Einfach mit der E-Mail Adresse eintragen und über neue Blogartikel informiert werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *